Wer sich für eine Trennung trotz Liebe entscheidet, wird fast unweigerlich mit Schuldgefühlen konfrontiert. Das Gefühl, jemandem wehzutun, den man liebt. Die Frage, ob man es nicht hätte anders machen können. Die Angst, einen Fehler zu begehen, den man nicht mehr rückgängig machen kann. Diese Gefühle sind menschlich und verständlich – sie bedeuten aber nicht, dass die Entscheidung falsch ist.
Zweifel gehören dazu, gerade dann, wenn man eine Entscheidung trifft, die schmerzhaft ist. Der Unterschied zwischen einem hilfreichen Zweifel, der zur Reflexion einlädt, und einem lähmenden Zweifel, der einen im Kreisdenken feststecken lässt, ist nicht immer leicht zu erkennen. Wer merkt, dass er sich monatelang im Kreis dreht, immer wieder dieselben Gedanken wälzt und keine Klarheit findet, dem kann ein Einzelgespräch bei einem Therapeuten oder Berater helfen, die eigenen Gedanken zu sortieren und zu einer Entscheidung zu finden, die sich wirklich trägt.